Sand aus dem Rhein

Der vom Rhein mitgeführte Sand stammt aus dem Mittelgebirge der Alpen. Neben Quarz enthält er hauptsächlich Granit, Basalt, Kieselschiefer und Gneis. Diese Bestandteile sind nach dem Brennen als hellrötliche Einschlüsse sichtbar. Dieser Sand wurde aus einem ehemaligen Rheinarm gewonnen. Der Sand aus diesem Abbauort wird in der Bauindustrie, speziell für die Herstellung von Asphalt genutzt.



Der Stoff aus dem die Burgen sind

Überall dort, wo Gesteine frei an der Erdoberfläche liegen, verwittern sie. Das Wetter, die Pflanzen und die Zeit zersetzen sie in kleinere Bruchstücke oder einzelnen Minerale. Einige Bestandteile des Felsens verrotten schneller als andere. Die härteren Minerale, wie Quarz, können den rauen Umweltbedingungen besser trotzen. Sie fallen wie lockere Zähne aus dem Gestein, wenn die Stoffe um sie herum sich zersetzen. Dann können Wind, Regen und Tauwasser sie abtragen. Auf der Reise, die hier beginnt, werden die Stücke immer kleiner und runder – von Geröll über Kies bis hin zu Sand. Dieser Vorgang dauert tausende von Jahren, deswegen ist Sand im Verhältnis zur menschlichen Zeitdimension kein nachwachsender Rohstoff. Wenn sich der Sand ablagert, wird er mit der Zeit mit Sediment bedeckt, bis der Druck dieser Last so groß ist, dass er den Sand wieder verfestigt. So entsteht über tausende Jahre Sandstein, der vielleicht irgendwann zurück an die Erdoberfläche gelangt und dort wieder in die Körnchen zerfällt. Dann setzen die Sandkörner ihre Reise fort – viele Sandkörner durchlaufen mehrerer solcher Zyklen. Abhängig von seinem Geburtsort und dem Muttergestein, von dem er stammt, ist Sand ganz unterschiedlich zusammengesetzt. Daher gibt es auch keine einheitliche Definition, die seine inhaltliche Zusammensetzung beschreibt, lediglich die Größe der Körner ist ausschlaggebend. Auch wenn wir, sofern wir von Sand sprechen, in der Regel den Sand aus mineralischem oder organischem Ursprung meinen, mit dem wir am Strand Burgen bauen, ist der Zucker, den wir im Kaffee trinken, definitionsgemäß ebenso Sand.
Auch die Sande, aus denen die drei Schmuckstücke gefertigt wurden, unterscheiden sich alle in ihren Bestandteilen und deren Mischverhältnis. Quarz als widerstandsfähigstes Mineral ist bei allen drei der Hauptbestandteil.